Zwei Frauen

Frauengesundheit

Die Behandlung von Frauen (chinesisch: Fu ke) hat sich im alten China früh als ein eigenständiges Fachgebiet etabliert und zahlreiche, hoch angesehene Spezialisten beschäftigen sich damals wie heute mit der Behandlung gynäkologischer Themen.

Zyklus

Im alten China sollte sich der Zyklus harmonisch an den Mond angleichen. Ein zu langer oder zu kurzer Zyklus sollte wieder reguliert werden, damit die Frau im Einklang mit der Natur steht. Das Wissen um den natürlichen Fluss des Kosmos und des Qi beeinflusste die TCM-Frauenheilkunde maßgeblich. So werden auch prämenstruelle Symptome (PMS) und Schmerzen während der Monatsblutung entsprechend mit Akupunktur und Chinesischen Heilkräutern behandelt.

Wechseljahre

Die hormonelle Umstellung in der Menopause verursacht aus Sicht der TCM einen Einbruch der kühlen, befeuchtenden Yin-Energien. So entstehen Symptome von Trockenheit in den Schleimhäuten, aber auch das relative Überwiegen von heißen Yang-Kräften, die sich in Hitzeausbrüchen entladen. Mit Hilfe von Akupunktur und Chinesischen Heilkräutern wird darauf abgezielt, Yin und Yang wieder auszugleichen und miteinander zu verbinden und so die Wechseljahresbeschwerden zu beruhigen

Haarausfall

Haarausfall kann nach dem Verständnis der TCM viele Ursachen haben: nach schweren Krankheiten oder Operationen werden die Energien geschwächt und der Körper kann die Haare nicht richtig nähren. Auch die Umstellung in den Wechseljahren verringert die Versorgung der Haare mit gutem Qi (Energie). Nach einer entsprechenden TCM-Diagnostik bietet die Chinesische Kräuterlehre Möglichkeiten, die Haare zu kräftigen und ihnen wieder Halt und Glanz zu verleihen.

Zysten

Bei Zysten handelt sich um Gewebehohlräume, die mit unterschiedlichsten Flüssigkeiten (Blut, Gewebewasser usw.) gefüllt sein können. In der TCM werden Zysten als Stagnation von Stoffwechsel (Qi) und Flüssigkeiten (Blut) betrachtet. Qi und Blut müssen in unserem Körper immer fließen. Ist das nicht der Fall, so führt dies über längere Zeit zu einem Stau jener Komponenten an unterschiedlichsten Stellen unseres Körpers und es können dadurch Zysten entstehen. Die Ursache dafür können sehr vielseitig sein: Stress im Beruf, eine allgemeine Blutarmut, schlechter Allgemeinstoffwechsel, eine schlechte Verdauung usw.. Mithilfe der Puls- und Zungendiagnose und weiterer Anamnese zu Lebensgewohnheiten kann die genaue Ursache gefunden und anschließend mit Akupunktur und Kräutertherapie behoben werden. Ziel der Therapie ist es, den Fluss von Qi und Blut wieder anzuregen, um die Stagnation der Flüssigkeiten wieder rückgängig zu machen und aufzulösen.

Myome

Bei Myomen handelt es sich um Wucherungen an unterschiedlichsten Stellen der Gebärmutter. Diese können mehr oder minder die Lebensqualität einschränken und sich durch Begleitsymptome während der Menstruation oder über Zyklusveränderungen äußern. Im Rahmen der monatlichen Regelblutung wird die gewachsene Schleimhaut der Gebärmutter „ausgewaschen“ und auf den nächsten Zyklus vorbereitet um wieder von neuem wachsen zu können. Wird hingegen diese Säuberung durch o. g. Gründe nicht richtig ausgeführt, kann es zu einer Blockade kommen – wie bei einem Staudamm. Dieser Vorgang kann die Basis für Myome sein.

Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch ist eines der großen Probleme unserer Zeit: Frauen schieben die Familienplanung auf, arbeiten oft bis in ihre 30- und 40er und erschöpfen durch lange Arbeitstage mit hoher Stressbelastung ihr Qi. Wenn dann der Kinderwunsch endlich Raum bekommt, ist der Körper oft spontan nicht in der Lage auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Die TCM kann eine wertvolle Unterstützung sein, einerseits um den Kinderwunsch natürlich zu unterstützen: denn nur wenn der Körper wieder völlig im Gleichgewicht und in der Lage ist, und ausreichend gute Energien bereit zu stellen, ist eine Schwangerschaft möglich. Darüber hinaus kennt die moderne TCM Behandlungsmöglichkeiten, mit denen auch die Therapien im Kinderwunschzentrum wie IVF, ICSI usw. zielgerichtet unterstützt werden können. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich so die „Baby take home rate“ steigern läßt.