Kiefergelenkschmerzen: Schmerzfrei werden mit Akupunkturund TCM

Beim Zähneknirschen (Bruxismus) geht es um ein unwillkürliches Zusammenbeißen oder
Knirschen der Zähne, welches meist in der Nacht, aber manchmal auch tagsüber auftritt. Das
größte Problem dieser Erkrankung besteht darin, dass sie häufig neben einer Zahnschädigung
verschiedene Begleitsymptome in verschiedenen Körperbereichen verursachen kann. Dazu
zählen z.B. Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich, chronische Kiefer-Gelenk-
Beschwerden, Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel, Schlafstörungen, Beckenschiefstand,
Hüftschmerzen, depressive Stimmung usw.

 

Eine der in der Praxis häufig auftretenden Folgen des Zähneknirschens ist die
Kiefergelenkschmerzen (TMJ). Hierbei treten meistens Folgebeschwerden auf, wie z. B.
Schmerzen, vor allem in der Mundöffnung oder während der Kaubewegung. Sollte diese
Kiefergelenkschmerzen nicht rechtzeitig behandelt werden, so kann es zu Knack- oder
Reibegeräuschen in den Kiefergelenken kommen. Dies wiederum kann zu einer Einschränkung
bei der Mundöffnung führen. Darüber hinaus beeinflusst das Zähneknirschen, wie oben
beschrieben, den ganzen Körperzustand und kann somit die Lebensqualität der Betroffenen
schwer beeinträchtigen.

 

1. Zugrundeliegende Ursache des Zähneknirschens und TCM

 

Das Zähneknirschen ist keine einfache Erkrankung im Mundraum, sondern auch ein Resultat
verschiedener Faktoren und Prozesse. Diese Faktoren und Prozesse sind je nach Situation des
Betroffenen, individuell und unterschiedlich ausgeprägt.
Eine der häufigsstellt in der TCM eine krankhafte und chronische Stauung der Gefühle dar, die
durch langjährige Belastungen der Psyche ausgelöst wird. Dieser auf Leber-Qi (肝氣) wirkende
Stresszustand sorgt dafür, dass alle Muskeln im Schulter- und Nackenbereich dauerhaft
verspannt sind. Dies führt folglich zu einer Fehlfunktion des Kauapparates und Kiefergelenkes.
In diesem Zustand versucht man (meist nachts) die tiefliegenden Emotionsbelastungen

abzubauen, indem man die Zähne mit großem Druck aufeinanderpresst. Es kommt zum
Knirsch-Phänomen, welches als Schutzmechanismus des Körpers angesehen werden kann.

 

2. Ganzheitlicher Therapieansatz für ein schnelles und nachhaltiges Behandlungsergebnis

 

Die meisten Patienten, die zur Behandlung des Zähneknirschens bei uns sind, haben bereits
Erfahrungen mit anderen Therapien, wie z. B. Aufbisschiene, Physiotherapie, Schmerzmitteln
usw. Wenn das Zähneknirschen nicht nach den zugrundeliegenden Ursachen, sondern nur
nach den Symptomen behandelt wird, so kommt es häufig vor, dass es, unter Umständen auch
mit leichteren Beschwerden, wiederkehrt.

In der TCM-Praxis Doson steht zur grundlegenden Knirsch-Therapie ein integrativer
Behandlungsansatz im Vordergrund, indem westliches und TCM-Wissen gekoppelt wird. Der
integrative Therapieansatz beim Zähneknirschen wurde von TCM-Ärzten im Ursprungsland
über einen längeren Zeitraum entwickelt, um eine nachhaltige Behandlungswirkung zu erzielen.
Nach einer tiefgründigen TCM-Diagnose während der Erstanamnese werden hierbei
verschiedene Behandlungsmethoden angewandt, wie z.B. die Akupunktur, die TCM-
Wärmetherapie und die chinesische Kräutermedizin. Als Grundlage hierfür fungiert ein
ganzheitlicher TCM-Behandlungsplan.

Nachfolgend werden die wichtigsten Behandlungspunkte in der Heilpraktikerpraxis Doson
aufgezählt, die bei der TCM-Behandlung gegen das Zähneknirschen therapiert werden.

 

A. Halswirbelsäule und Kiefergelenk

 

In der Praxis kommt es häufig vor, dass die Patienten, die unter Zähneknirschen leiden, bereits
länger Probleme mit dem Kiefergelenk und der Halswirbelsäule haben. Eine Verdrehung und
eine Abweichung der Halswirbelsäule, vor allem der ersten Halswirbel (Atlas), aus ihrer
Normalposition, kann Auswirkungen auf die Kaufunktion des Kauapparates haben. Außerdem
spielt das Kiefergelenk häufig beim Zähneknirschen eine wichtige Rolle, , denn es steuert die
Zusammenarbeit zwischen dem Schädel und dem Unterkiefer.

 

B. Muskeln im Gesicht-, Schulter-, Nackenbereich und den Hirnnerven

 

Es gibt im Schulter- und Nackenbereich eine Gruppe von Muskeln, wie z. B. M. Skalenus, M.
Trapezius, M. Sternocleidomastoideus und M. Supraspinatus, die die Halswirbelsäule

stabilisieren, aber auch die Entstehung des Zähneknirschens beeinflussen können. Um ein
langanhaltendes Behandlungsergebnis zu erzielen, muss man neben der Behandlung der
dauerhaften Verspannung bzw. der Anspannung dieser Muskelgruppe auch einige Hirnnerven
berücksichtigen, die für die Versorgung des Gesichts zuständig sind.

 

C. Durchblutungsstörung und Qi-Kreislaufstörung

 

Einer der wichtigsten Aspekte der Bruxismus- Behandlung in der Naturheilpraxis Doson, ist die
Herstellung eines optimalen Durchblutungszustandes. Es gibt in der TCM zahlreiche Methoden,
mit denen man die lokale Durchblutung und den Qi-Kreislauf des Betroffenen Bereiches fördern
kann, was zur schnellen Linderung der Beschwerden führt.

 

D. Stressfaktoren im Rahmen von 심화 (Simhwa, 心火) und 간화 (Ganhwa, 肝火)

 

Die Stressfaktoren in der TCM lassen sich hauptsächlich in 심화 (Simhwa, 心火) und 간화
(Ganhwa, 肝火) aufteilen. Da diese Stressfaktoren und psychischen Belastungen auch für das
Zähneknirschen verantwortlich sein können, sollte man sich bei der TCM-Behandlung
ausführlich diagnostizieren und behandeln lassen. In der Naturheilpraxis Doson legt man
großen Wert auf eine ganzheitliche TCM-Analyse der Erstanamnese.

 

E. Meridianblockaden vor allem im ,,Yangmyeong''-Meridian (阳明)

 

Der ganze Kauapparat wird in der TCM durch den ,,Yangmyeong''-Meridian (阳明) gesteuert
und versorgt. Die Blockade im ,,Yangmyeong''-Meridian (阳明), die häufig mit ständigen Kopf-
und Nackenschmerzen einhergeht, sorgt beim Zähneknirschen dafür, dass man die Zähne
unbewusst, z. B. beim Schlafen, aufeinanderpresst. In der Naturheilpraxis Doson wird dafür
eine spezielle Akupunktur, eine sogenannte ,,Wi-Jung-Gyuk" (위정격) durchgeführt, die die
permanente Meridian-Blockade effektiv löst.